Reutlinger Diabetes Projekt in Gambia

Die Anfänge

Im Jahr 1999 behandelte Dr. Bettina Born im Reutlinger Klinikum am Steinenberg einen jungen Mann aus Gambia. Dieser hatte sie gezielt zur Behandlung seines Diabetes aufgesucht. Nach erfolgreicher Behandlung und Schulung in der intensivierten Insulintherapie kehrte der junge Mann in seine Heimat zurück, nicht ohne Frau Dr. Born zu einem Besuch einzuladen.

Anfang 2000 reiste Dr. Born nach Gambia. Doch statt zwei Wochen Urlaub am Strand hatte ihr ehemaliger Patient ein straff organisiertes Programm mit Besuchen in Krankenhäusern und einem Termin im Gesundheitsministerium organisiert. Bei diesem Besuch lernte Dr. Born nicht nur den Chefarzt und Diabetologen des Royal Victoria Hospital in Banjul kennen, sondern erfuhr auch vom ständigen Mangel in den Kliniken Gambias.

Die Säulen des Projekts

  • Aus- und Weiterbildung von Patienten, Ärzten, Schwestern und Helfern

  • Bereitstellung von Insulin und Hilfsmitteln wie Teststreifen für Diabetiker in Gambia

  • Unterstützung der Ausbildung junger Menschen in Gambia

Mangel in der Klinik

Pro Kopf und Jahr steht in Gambia nur ein US-Dollar für die Gesundheitsversorgung zur Verfügung. Entsprechend mager war die Ausstattung in der Klinik. Es gab nur ein Blutzuckermessgerät und dieses war defekt. Am bedrückendsten war jedoch die Tatsache, dass in Gambia Diabetiker sterben mussten, weil es am notwendigen Insulin fehlt.

Frau Dr. Born lud ihren Kollegen Dr. Gaye zum Diabetikertag nach Reutlingen ein und während dieses Aufenthalts entstand der Entschluss, die Diabetiker in Gambia gezielt zu unterstützen und das Reutlinger Diabetes Projekt in Gambia ins Leben zu rufen.

Seither reist Frau Dr. Born zwei Mal im Jahr nach Gambia und Dr. Gaye kommt regelmäßig zum Diabetikertag nach Reutlingen. Außerdem wurden Pflegekräfte aus Gambia nach Reutlingen zur Aus- und Weiterbildung eingeladen.

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Hilfe zur Selbsthilfe

Ziel ist die viel beschworene Hilfe zur Selbsthilfe durch Ausbildung von Patienten, Ärzten und Betreuern und die Bereitstellung von Insulin und Hilfsmitteln für die Diabetiker in Gambia.

Auf diesen Seiten wollen wir Ihnen das Projekt und vor allem das Erreichte vorstellen. Vielleicht können wir den einen oder anderen Besucher dieser Homepage auch dazu ermuntern, unser Projekt durch eine Spende zu unterstützen. Die Menschen in Gambia werden es Ihnen danken.

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Das Geld der Spender kommt an

Alle am Projekt engagieren Beteiligten arbeiten zu 100% ehrenamtlich. Auch die Reisekosten für die Besuche in Gambia tragen Frau Dr. Born und ihre Mitstreiter aus der eigenen Tasche, damit die gespendeten Gelder nicht für Verwaltungskosten ausgegeben werden, sondern bei den Betroffenen in Afrika ankommen.
s. Rubrik Spenden